The desire for better Web APIs is what motivated the creation of JSON-LD, not the Semantic Web. If you want to make the Semantic Web a reality, stop making the case for it and spend your time doing something more useful, like actually making machines smarter or helping people publish data in a way that’s useful to them.

JSON-LD and Why I Hate the Semantic Web

Manu Sporny über seine Aversion gegen das Semantic Web und wie (bzw. warum) er JSON-LD ausgerechnet in diesem Umfeld entwickelt hat.

Foto vom SCREENGUIDE Magazin

Ausgabe 20 vom SCREENGUIDE Magazin ist draußen und das bedeutet, dass auch meine Kolumne „20“ wird!

(Naja… In Ausgabe 1 war es streng genommen „nur“ ein Artikel über Microformats (Semantic Surfing), aber thematisch ist da ja kein großer Unterschied 😉 )

In der aktuellen Kolumne geht es jedenfalls um HTML5 und DRM:

Mit der Entwicklung eines Digital-Rights-Management-Systems für HTML5 hat das W3C in den letzten Wochen für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Warum arbeitet gerade die Organisation, die sich „Open Standards“ und „Web for All“ zu Grundsätzen gemacht hat, an einem System, um genau diese einzuschränken?

Viel Spaß beim lesen und auf die nächsten 20 Ausgaben 🙂

W3C Community Logo(Kleiner Nachtrag zu der „OAuth ist tot“ Kolumne in der SCREENGUIDE Ausgabe 15 um zu zeigen, warum gerade das W3C auch für Community Formate durchaus nützlich sein kann)

Vor ein paar Wochen kam eine E-Mail mit der Bitte, an einer Umfrage zu den W3C Community and Business Groups teilzunehmen und das hat mich daran erinnert, dass ich mich bisher noch gar nicht zu dem Thema geäußert habe… das hole ich hiermit kurz nach!

Ich beschäftige mich ja jetzt schon eine ganze Weile mit dem Web und seinen diversen Formaten, Standards, Techniken, Spezifikationen usw. usf. Leider ist das Web aber ziemlich vergänglich und eine Menge guter Ideen und Formate sind, aus Mangel an Interesse, mangelndem Durchhaltevermögen, nicht genug Ruhm oder einfach nur aus kurzfristigen „Publicity“ Interessen wieder spurlos verschwunden.

Hier ein paar Beispiele:

  • MicroID – Ein simples Format um das leidige Thema „Webseite verifizieren“ zu vereinheitlichen. Domain nicht mehr erreichbar!
  • POSHFormats – POSHFormats wollte alle Websemantiken sammeln die es leider nicht zu einem Microformat geschafft haben. Domain nicht mehr erreichbar!
  • MicroJSON – Ein Projekt welches sich mit der JSON-Serialisierung von Microformats beschäftigt hat. Zum Glück hat die Diskussion einen Weg ins Microformats-Wiki gefunden. Domain nicht mehr erreichbar!
  • Portability Policy – Das DataPortability Vorzeige-Projekt wollte eine vereinheitlichte Policy für die Portability von Daten schaffen. Domain nicht mehr erreichbar!
  • Microsyntax – Eine Sammlung von Microblogging Syntaxen wie z.B. das „@username“ oder „RT“. Domain nicht mehr erreichbar!
  • AXSchema.org – Die Seite wollte die Attribute für OpenIDs Attribute Exchange sammeln. Domain nicht mehr erreichbar!
  • Monkeyformats.org – Eine etwas schräge Idee, Webseiten per Greasemonkey-Scripts mit Microformats zu versehen um sie dann mit Microformats-Plugins interpretieren zu können. Alleine wegen dem Namen aber schon großartig :(|)! Domain nicht mehr erreichbar!
  • Bioformats – Mikroformate um biologische Daten abzubilden. Domain wurde verkauft!

…um nur einige zu nennen. Ob jetzt alle Projekte gut waren, darüber lässt sich streiten, aber es ist auf alle Fälle schade dass sie mittlerweile gar nicht mehr erreichbar sind. Viele Ideen waren vielleicht zu früh gedacht oder das Problem, das sie versuchten zu beheben, war einfach noch nicht groß genug. Oftmals braucht es vielleicht einfach nur ein wenig mehr Zeit! Lange Rede, kurzer Sinn: Die W3C Communities bieten genau für diese Community Formate die ideale Plattform:

A W3C Community Group is an open forum, without fees, where Web developers and other stakeholders develop specifications, hold discussions, develop test suites, and connect with W3C’s international community of Web experts. Community Groups may produce Specifications; these are not standards-track documents but may become input to the standards process. For instance, a Community Group might gather to work on a new technical specification, or convene to have discussions about a tutorial for an existing specification.
W3C FAQ

Auch wenn aus den Formaten kein „Standard“ werden sollte, so sind sie beim W3C doch besser aufgehoben und HOFFENTLICH auch für längere Zeit erreichbar! Gerade Junge Projekte wie „Unhosted Web“ oder „Federated Social Web“ scheinen die W3C Communities gut anzunehmen und auch Facebook forciert eine „Mobile Web“ Gruppe (die jetzt vielleicht nicht mehr so aktiv betrieben wird ;)).

Vielleicht macht sich jemand ja mal die Mühe und zieht zumindest die MicroID und die Portability Policy um!

openid-complex

Hat der erste Entwurf von OpenID Connect noch auf eine (übersichtliche) Seite gepasst, braucht der Draft der OpenID Foundation schon 7 unterschiedliche Spezifikationen.

Wieso müssen „Standard“-Organisationen wie das W3C (z.B. RDFa) oder der OpenID Foundation denn alles so unnötig kompliziert machen? Immerhin schafft es ja sogar Facebook seinen Authentifizierungsprozess auf einer Seite zu erklären. …und noch besser! Er lässt in drei Sätzen zusammenfassen:

  1. Hol dir über folgende URL einen Access-Token:
    https://www.facebook.com/dialog/oauth?
    client_id=YOUR_APP_ID&redirect_uri=YOUR_URL
  2. Häng ihn an folgende URL, auf den du den User weiterleitest:
    https://www.facebook.com/dialog/oauth?
    client_id=YOUR_APP_ID&redirect_uri=YOUR_URL&
    scope=email,read_stream
  3. Fertsch!

…dazu kommen eine weitere Discovery-Variante die Webfinger, host-meta, XRD, XRDS oder YADIS komplett ignoriert und eine Identity-API die SREG oder AX noch nicht einmal ähnelt!

Mike Jones, einer der Hauptentwickler der Spezifikation, schreibt zwar:

The design philosophy behind OpenID Connect is “make simple things simple and make complex things possible”.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Webseitenbetreiber, die zukünftig einen OpenID Connect Login anbieten wollen, haben es in der Tat etwas einfacher, da sie sich auf die „Minimalanforderungen“ konzentrieren können. Seiten die einen OpenID Connect Provider stellen wollen haben aber folgendes Problem:

Authorization Requests can follow one of two paths; the Implicit Flow or the Authorization Code Flow. […]
The OpenID Connect Basic Client profile only documents Clients using the Implicit Flow. OpenID Providers MUST support both flows. […]

Damit begeht die OpenID Foundation wieder den gleichen Fehler wie bei OpenID 2.0. Am Schluss gibt es so viele unterschiedliche und halbfertige Implemenrierungen, dass man wieder auf SaaS-Dienste wie Janrain oder Gigaya zurückgreifen muss. Wozu braucht es dann noch einen „Standard“?

Warum denn immer 1000 Alternativen anbieten? Bei Facebook klappts ja auch ohne…

Das W3C startet einen Identity in the Browser Workshop:

As the Web becomes increasingly a focal point for economic and social activity, there is an urgent need for trustworthy, widely-applicable digital identity management. This includes the need for authentication and authorization to work across multiple web-sites, enterprises, devices, and browsers in a uniform and easy-to-use manner.

Leider scheint Chris Messina nicht dabei zu sein… mir hat seine damalige Konzeptstudie sehr gut gefallen!

Own Your Data

Am Tag als delicious starb machten sich alle (zu recht) sorgen um ihre Bookmarks und es entfachte eine kleine Diskussion unter Geeks, wo denn die eigenen Daten am sichersten wären: Jeremy Keith verwaltet seine Bookmarks nun selbst und schickt nur Kopien an delicious & Co., Tantek Celik tweetet auf seinem eigenen Webspace und sendet nur eine Kopie an Twitter, …
Früher hatte man seine Daten in Sozialen Netzen und benutzte APIs um sie in die Sidebar des eigenen Blogs zu bekommen und jetzt läuft alles andersrum?

HTML is the new HTML5, W3C Introduces an HTML5 Logo

HTML5 heißt jetzt nur noch HTML und zur Feier der Umbenennung spendiert das W3C ein neues HTML5 Logo 🙂 Großartig!

Eight HTML5 Drafts Updated

…außerdem wurden die Working Drafts von RDFa 1.1 und Microdata angepasst.

2011 Steering Committee Election Results

Die DataPortability Org. hat die neuen Chefs gewählt und bekannt gegeben… Mr. Topf is leider raus 🙁

Neue Version von „Contacts in the Browser“

Contacts in the Browser kann jetzt auch OAuth:

Where possible, Contacts now uses the industry-standard OAuth login mechanism to access websites. You will need to re-connect your browser to your services once to set it up.

» Contacts in the Browser 0.4 released

Mozillas „Prototype of an Open Web App Ecosystem“

Und nochmal Firefox: Mozilla arbeitet an der Verschmelzung von Webservices und dem Browser:

Apps built using HTML/CSS/JavaScript that work both on computers and mobile phones, have many of the characteristics that users find compelling about native apps and provide developers with open and flexible distribution options.

» Prototype of an Open Web App Ecosystem

PubSubJubhub

PubSubHubBub mit JavaScript abonnieren:

A little web service that allows you to subscribe to PubSubHubbub feeds from Javascript!

» PubSubJubhub

W3Cs FederatedSocialWebCharter

Das W3C will jetzt auch im OpenWeb mit mischen und ruft das (oder den) FederatedSocialWebCharter ins leben:

The mission of the Federated Social Web Incubator Group is to provide a set of community-driven specifications and a test-case suite for a federated social web.

» FederatedSocialWebCharter

Google PseudoID
Google arbeitet an einem Projekt namens „PseudoID“, einer Art Privacy Enhancement für OpenID & Co.

» PseudoID: Enhancing Privacy for Federated Login

Contacts API Draft
Das W3C arbeitet gerade an einem „unified address book“ welches alle Adressbücher eines Users vereint und dieses über eine API auch wieder für dritte zugänglich macht.

Every operating system and a large number of web-based service providers have different ways of representing address book information. […] This specification defines the concept of a user’s unified address book – where address book data may be sourced from a plurality of sources – both online and locally. This specification then defines the interfaces on which 3rd party applications can access a user’s unified address book; with explicit user permission and filtering.

Hört sich ein wenig nach Synaptic bzw. Fedarated bzw. Distributed bzw. Decentralized Web an…

» Contacts API

CORS, Scraping, and Microformats
Michaels Mahemoff beschreibt wie man mit Hilfe von Cross-Origin Resource Sharing und Microformats das Web zu einer einzigen API machen könnte.

Cross-Origin Resource Sharing makes it possible to do arbitrary calls from a web page to any server, if the server consents. It’s a typical HTML5 play: We could do similar things before, but they were with hacks like JSONP. Cross-Origin Resource Sharing lets us can achieve more and do it cleanly.

Nicht ganz unbedenklich… aber definitiv ein interessanter Gedankengang!

via snirgel

» CORS, Scraping, and Microformats
» Cross-Origin Resource Sharing

Das W3C und das Open Web
Das World Wide Web Consortium will sich in Zukunft nicht mehr ausschließlich auf Webstandards konzentrieren, sondern einen „attraktiven Platz“ für offene Standards aller Art schaffen. Beispielhaft erwähnte Formate sind z.B. OStatus (Salmon Protocol, ActivityStreams, Pubsubhubub, …), OneSocialWeb, OExchange, WebFinger uvm.

» Making W3C the Place for New Web Standards
» Wiki-Seite

UfXtract jetzt Open Source
Glenn Jones hat den Quellcode seines Microformats-Parsers UfXtract veröffentlicht.

UfXtract is a fast and easy to use .Net microformats parser. With a few lines of code you can load and parse microformats from Urls or HTML strings. You can then extract the data directly in .Net or convert it into JSON, JSON-P or XML.

» GitHub Repository
» ufXtract Webservice

Aus foaf+ssl wird WebID
Die OpenID Community hat ja bereits erkannt dass der Otto-Normal-User einige Probleme mit URLs als Identifier hat. Das scheint das W3C aber nicht weiter zu stören.

A Web ID is an „Identifier“ (an „HTTP URI“ in fact), for Entity „You“ […] It looks like a URL and feels like a URL, but isn’t solely a URL, due to the inherent Identity/Access duality of HTTP scheme URIs.

Hört sich simpel an 😉

» A Web ID
» OpenWeb-Podcast: Episode 25 – FoaF+SSL

AddThis baut ausschließlich auf OExchange
AddThis integriert in Zukunft nur noch Dienste die das OExchange-Protokoll unterstützen. Mal schau’n wie konsequent sie sind 😉

Today, we’ve released a new workflow for submitting new services (i.e. social networks, online communities, etc) to the AddThis Service Directory that requires all new services support the sharing protocol OExchange.

» OExchange Support Now Required for New Service Submission
» OExchange Submission Flow