Bridgy ist ein WebMention Proxy für Twitter, Facebook und Google+. Es sammelt comments, shares, likes und re-tweets und leitet sie an die entsprechenden Links weiter.

Bridgy sends webmentions for comments, likes, and reshares on Facebook, Twitter, Google+, and Instagram. Bridgy notices when you post links, watches for activity on those posts, and sends them back to your site as webmentions. It also serves them as microformats2 for webmention targets to read.

Großartige Idee!

Wer sein eigenes Bridgy betreiben will… der Code ist Open Source!

Garfield minus Garfield comic
Image from Garfield minus Garfield

Ich war nie ein großer Fan der Twitter Cards, was aber nicht wirklich schlimm ist, da Twitter das Open Graph Protocol als vollwertiges Fallback unterstützt… unterstützt hat…

Seit ein paar Wochen scheint den feinen Herren das Open Graph Protocol aber nicht mehr auszureichen und meinen Links fehlt der schöne, kleine Teaser 🙁

Zum Glück reicht aber ein Meta-Tag um das ganze wieder zum laufen zu bekommen. Twitter unterstützt verschiedene Arten von Previews, welche über <meta name="twitter:card" content="summary" /> festgelegt werden. Neben summary (für Texte) gibt es auch noch photo für Bilder und player für Audio/Video (die komplette Liste findet ihr hier). Ich würde euch außerdem noch den twitter:creator empfehlen, mit dem ihr auf den Twitter-Account des Autors hinweisen könnt. Für meinen Blog sieht das wie folgt aus:

<meta name="twitter:creator" content="@pfefferle" />
<meta name="twitter:card" content="summary" />

Wenn ihr sicher gehen wollt ob ihr alles richtig gemacht habt, könnt ihr eure Seite mit dem Twitter Card Validator testen.

Den WordPresslern unter euch kann ich außerdem folgende Plugins empfehlen:

  • Open Graph – Keine Settings, kein Know-How, alles vollkommen Idiotensicher.
  • twitter:creator – Setzt zusätzlich die angesprochenen twitter:creator und twitter:card.

…also viel Spaß beim Twitter Cards Boykott ;).

Anfang der Woche hat Martin Weigert schon über Twitters Pläne, die eigenen Tweets mit noch mehr Medieninhalten zu erweitern, geschrieben:

Immer mehr Partnerseiten können zusätzliche multimediale Inhalte im Kontext von Tweets darstellen. Ganz eindeutig ist bisher nicht, wohin diese Reise für Twitter geht.

Aber ich habe mir nichts weiter dabei gedacht… Immerhin macht das Twitter ja schon seit einer ganzen Weile und ich meine mich zu erinnern, irgendwo gelesen zu haben, dass sie dazu oEmbed einsetzen… Also alles in bester „OpenWeb“-Ordnung 🙂

Aber, Geek der ich bin, hab ich mir gestern zufällig einen Quelltext angeschaut in dem ich auf folgendes entdeckt habe:

<meta name="twitter:card" content="summary">
<meta name="twitter:url" content="...">
<meta name="twitter:title" content="...">

…und nach kurzem googlen bin ich auf die Twitter Cards gestoßen, Twitters eigenes, kleines Open Graph Protocol. Mit den Twitter Cards bekommen Seitenbetreiber ein Set an Meta-Tags an die Hand, und Twitter kann diese Informationen nutzen um die tweets mit den oben erwähnten Mediendaten anzureichern.

Example Twitter Card

…und ich wollte mich gerade darüber aufregen, warum Twitter dazu eine eigene Meta-Sprache erfindet, da bin ich in der Doku ironischerweise auf folgendes gestoßen:

You’ll notice that Twitter card tags look similar to OpenGraph tags, and that’s because they are based on the same conventions as the Open Graph protocol. If you’re already using OpenGraph to describe data on your page, it’s easy to generate a Twitter card without duplicating your tags and data. When the Twitter card processor looks for tags on your page, it first checks for the Twitter property, and if not present, falls back to the supported Open Graph property. This allows for both to be defined on the page independently, and minimizes the amount of duplicate markup required to describe your content and experience.

„Ok“, dachte ich… vielleicht reichen die Open Graph Properties ja nicht aus um alle Informationen, die Twitter braucht, abzubilden. Also hab ich mir mal die Mühe gemacht sie zu vergleichen:

Twitter Cards Open Graph Protocol
twitter:card og:type
twitter:site og:site_name
twitter:url og:url
twitter:description og:description
twitter:title og:title
twitter:image og:image
twitter:image:width og:image:width
twitter:image:height og:image:height
twitter:player oder twitter:player:stream og:video oder og:audio
twitter:player:width og:video:width
twitter:player:height og:video:height

Es lässt sich also prinzipiell alles mit dem Open Graph Protocol abbilden, es fehlen lediglich die Felder twitter:site:id und twitter:creator:id. Aber wegen diesen zwei Feldern muss man doch nicht das ganze Format „kopieren“. Es reicht doch ein kleiner Absatz, wie man den Open Graph mit den proprietären Werten erweitert… So wie das auch Facebook praktiziert:

<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"
      xmlns:og="http://ogp.me/ns#"
      xmlns:fb="https://www.facebook.com/2008/fbml">
      xmlns:twitter="https://dev.twitter.com/docs/cards">
  <head>
    <title>The Rock (1996)</title>
    <meta property="og:title" content="The Rock"/>
    <meta property="fb:admins" content="USER_ID"/>
    <meta property="twitter:site:id" content="@USER_ID"/>
    ...
  </head>
  ...
</html>

Hoffentlich überlegt sich das Twitter noch einmal… Wenn nicht, wird dank dieser (und folgender) Redundanzen der <head /> einer Webseite in ein paar Jahren mehr Informationen beinhalten wie der <body />.

…welch ein Over-<head> 🙂

Der Artikel „Single-Sign-On mit Facebook, Twitter und dem Open Stack„, den ich für Ausgabe 19 des t3n Magazins geschrieben habe, ist jetzt kostenlos im Heftarchiv verfügbar.

Immer mehr Webdienste erleichtern ihren Nutzern die Anmeldung, indem Sie statt einer langwierigen Registrierung auf den einfachen Login mit „Facebook Connect“ oder „Sign in with Twitter“ setzen. Wir zeigen, wie das funktioniert, welche Vorteile und Risiken sich daraus ergeben und warum es am Ende auf einen „Universal Login“ mit offenen Standards wie OpenID hinauslaufen könnte.

Link: Single-Sign-On mit Facebook, Twitter und dem Open Stack

Viel Spaß beim lesen…

OStatus LogoDie OpenMicroBlogging-Spezifikation war eine echt nette Idee und hat auch gar nicht schlecht funktioniert… zwar etwas umständlich aber immerhin ein Anfang.

Nach fast zwei Jahren arbeitet StatusNet (früher laconi.ca und Erfinder von OMB) jetzt an einem Nachfolger. Die neue Spezifikation heißt OStatus und ist eine Art „Best Off“ bestehender Open Web Standards:

…und wenn ich es richtig verstanden habe, scheint das in der aktuellen Version von StatusNet1 (Version 0.9) auch schon ansatzweise zu funktionieren.

Plattformübergreifend Echtzeitkommunikation auf Basis offener Standards… schöne neue Welt 🙂

1 StatusNet (vormals Laconica) ist eine in PHP entwickelte freie Software für Mikro-Blogging-Dienste, die den OpenMicroBlogging-Standard implementiert. Damit ermöglicht StatusNet eine offene Kommunikation zwischen Online-Communitys mit zu Twitter vergleichbarer Funktionalität. (via Wikipedia)

All for one, one for all:

Lots of citizens ask questions about microformats on Twitter. So in an attempt to be coordinated and useful, I’ve assembled a small league of superheroes to stand up for truth, justice and structured data, sporadically answering your questions, fixing your code or helping you find the right reference. —Ben Ward

Was Microformats.org für HTML-Semantiken ist, soll Microsyntax.org für Twitter-Grammatiken werden.

Vor knapp zwei Jahren gab es schon mal einen Trend, Tweets mit „Meta Informationen“ anzureichern (und Chris Messina (wer sonst!) hatte sogar schon 2006 eine ganz ähnliche Idee). Leider haben die so genannten Nanoformats sich, bis auf einige Ausnahmen (@replies und #tags), nicht wirklich durchgesetzt.
Trotzdem entstanden ein paar ganz nette Tools:

Das gestern von Stowe Boyd gestartete Microsyntax.org soll das ganze Thema jetzt nochmal neu aufrollen, Ordnung in das Microsyntax Chaos bringen (was ich schon mal sehr befürworte) und eine Plattform für neue Formate bieten.

By microsyntax I mean various ways to embed structured information right into the text of Twitter messages. The most well-known sort of microsyntax are the retweet convention (or ‘RT’) and hashtags (or twitter tags).

[…]

As a result of all this activity, and the potential for collective action in these efforts, we are launching a new non-profit, Microsyntax.org, with the purpose of investigating the various ways that individuals and tool vendors are trying to innovate around this sort of microsyntax, trying to define reference use cases that illuminate the ways they may be used or interpreted, and to create a forum where alternative approaches can be discussed and evaluated. We may even get involved in the development of proof-of-concept implementations that can act as reference architectures for microsyntactic extensions to the Twitter grammar emerging in the real time stream.

Prinzipiell finde ich die Idee ganz spannend und freue mich auf die erste Ergebnisse… und hoffen wir mal dass die zukünftigen Tweets nicht ausschließlich aus Meta-Informationen bestehen:

RT @pfefferle ich bin gerade in /berlin angekommen und freue mich aufs !barcamp. #bcberlin #barcamp #berlin

(naja, eigentlich sieht ja jetzt schon jeder zweite Tweet so aus 😉 )

open-web-podcast.png

So, die erste Folge im neuen Jahr hat ein wenig gedauert (dafür war die Weihnachts-Folge ja etwas länger 😉 ) aber jetzt ist sie fertig. Thema ist diesmal Privacy im Internet… Christian berichtet ein wenig vom vom 25. Chaos Communication Congress und ich gehe etwas näher auf das Thema Password Anti Pattern, Phishing und Delegated Authorization ein.

Viel Spaß beim hören und ich freue mich wie immer über reichlich Feedback.

Den Podcast abonnieren:

haudio

…naja, eigentlich müsste es eher heißen dopplr erkennt trotz nanoformats den Ort und die Zeit 🙂

dopplr gibt in der Twitter-Doku einige Schreibweisen an, die das System sicher versteht:

  • A trip to Helsinki on May 19 to May 23
  • At SFO on September 9th. Leaving on September 20th
  • I’m going to Austin on July 15 for 3 nights

…aber auch die nanoformats-Schreibweise stellt für dopplr kein wirkliches Problem dar:

dopplr nanoformats

DOPPLR_ Matthias Pfefferle_s trips.jpg

Also eine Syntax um (z.B.) dopplr, Tagzania, Twittermap und Txioka über twitter zu aktualisieren.

…das geht leider auch anders!

Einfach dem dopplr-Vogel eine Freundschaftsanfrage schicken, dann eine Authentifizierungsnummer (bekommt man hier) schicken und warten bis dopplr bescheid gibt.

Danach kann man seinen neuen Standort bequem per d dopplr <Standort> oder @doppler <Standort> aktualisieren.

Das wäre ja schon schick genug, aber dopplr zeigt liebe zum Detail… Wird eine Location nicht gleich erkannt, wird sie archiviert, man bekommt per E-Mail bescheid:

Thanks for sending us a message by twitter.

Sorry, we weren’t able to extract enough information from your twitter
to make a trip. We’ve archived it at
http://www.dopplr.com/traveller/pfefferle/message/ne_lange_nummer
where you can create a trip by hand if you like.

Yours sincerely,
The Dopplr Team.

…und man kann sie jederzeit (über dopplr) verbessern:

DOPPLR_ Matthias Pfefferle.jpg

(via)

Ein netter Nebeneffekt: Über diesen Weg kann man auch den fireeagle aktualisieren ohne den (außer betrieb genommenen) firebot benutzen zu müssen…

firebot is down until Twitter restores their IM service. sorry everyone!

DataPortability in seiner vollen Pracht!