pubsubhubbub-logoSeit ein paar Wochen scheint die Version 0.4 von PubSubHubbub relativ stabil zu sein… immerhin so stabil, dass Google und Superfeedr ihre Hubs an die neue Spec angepasst haben.

Die wesentlichen Unterschiede zu der Vorgängerversion sind:

  • Alle Datentypen werden unterstützt: Neben RSS/Atom können jetzt auch vCards, beliebige XML oder JSON Datein oder auch Bilder ge-push-t werden
  • Statt HTML/Atom-Links werden HTTP-Link-Header benutzt
  • Der Pubslisher-Prozess ist nicht mehr über die Spezifikation definiert

Für die zwei großen Hubs sollte es reichen wenn ihr eure Feed-<link />s („hub“ und „self“):

<?xml version="1.0"?>
<atom:feed>

  <link rel="hub" href="http://myhub.example.com/endpoint" />
  <link rel="self" href="http://publisher.example.com/happycats.xml" />

</atom:feed>

…zusätzlich über die HTTP-Header ausliefert:

HTTP/1.1 200 OK
Date: Tue, 03 Apr 2012 08:02:19 GMT
Content-Type: text/html
Content-Length: 11261
Link: <http://http://myhub.example.com/endpoint>; rel="hub"
Link: <http://publisher.example.com/happycats.xml>; rel="self"

Leider ist die Version 0.4 aber nicht 100% abwärts-kompatibel… Die wahrscheinlich größte (und für mich enttäuschendste) Änderung ist das bewusste Weglassen des Publisher-Prozesses:

The publisher MUST inform the hubs it previously designated when a topic has been updated. The hub and the publisher can agree on any mechanism, as long as the hub is eventually able send the updated payload to the subscribers.

Auf der einen Seite kann das ein enormer Vorteil für Publisher sein, da Hubs in Zukunft auch per E-Mail, SMS, Pingbacks/Trackbacks oder XMPP über Updates informieren werden könnten. Auf der anderen Seite ist es aber auch sehr Wahrscheinlich, dass man für jedes v0.4 Hub eine individuelle Implementierung benötigt. Bisher unterstützen beide großen Hubs (Google und Superfeedr) aber weiterhin das alte Verfahren, also kein Grund sich jetzt schon Sorgen zu machen…

Alles in allem finde ich die Änderungen aber ganz nett und hoffe dass „Polling“ bald der Vergangenheit angehört…

Feed Icon…ich hab’s ja bisher immer verbummelt oder verpasst:

Aber jetzt, wo Google seinen Reader dicht macht, kann ich’s endlich auch mal schreiben: RSS ist tot!

Am Freitag ist es wieder soweit: Ausgabe 9 des Webstandards-Magazins kommt in die Bahnhofs- und Flughafen-Buchhandel. In der OpenWeb Kolumne geht es diesmal um folgendes:

Negative Nachrichten dominierten in den vergangenen Wochen das Geschehen im OpenWeb: RSS ist tot und die Zukunft von delicious ist ungewiss. Ganz abgesehen von der Diskussion um die Zukunft von OpenID.

…und wie immer würde ich mich sehr über Feedback freuen 🙂

Erst filtern, dann abonnieren!Die Informationsflut im Internet nimmt immer mehr zu und FeedReader bieten bisher keine wirkliche Möglichkeit diese Informationen sinnvoll zu filtern und da man nicht wirklich (zeitnah) Einfluss auf die Weiterentwicklung von NetNewsWire, Google Reader & Co. hat, bleibt nur noch eins: Erst filtern, dann abonnieren!

NoisePress erlaubt Seitenbesucher, einen RSS/ATOM-Feed mit Hilfe von APML vorzufiltern.

(Zum ausprobieren braucht man ein APML-Profil. Wer keines hat, sollte sich entweder das WordPress Plugin installieren oder heimlich Carstens Profil benutzen 😉 )

Warum mit APML filtern?

Man könnte natürlich auch mit WordPress-Bordmitteln eine Menge Rauschen ausfiltern, und wirklich nur das abonnieren was gerade wichtig ist:

Das Problem: Ändert sich dieses Interesse, müssen alle Feeds mühsam aussortiert (und neue gesammelt) werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass einige spannende Themen, die nicht genau die abonnierte Kategorie/den abonnierten Tag besitzen, durch das Raster fallen können.

Das Prinzip von NoisePress: APML ist eine Art semantische Tag-Clound die das Interesse einer Person widerspiegelt. Das Interessens-Profil wird in der Regel automatisch generiert und sollte sich somit auch den diversen Interessensveränderungen anpassen.

Am Beispiel WordPress Plugin: Das Plugin erstellt ein APML-File anhand der Häufigkeit der verwendeten Tags und Kategorien. Schreibt jemand viel über OpenID, kann man davon ausgehen, dass er das Thema für wichtig hält. Ändert sich der Fokus des Blogs, wird OpenID auch im APML-Feed immer irrelevanter.

Hört sich nach Geek-Zeugs an?

Richtig! 🙂 …aber NoisePress ist auch erst einmal nur ein Test ob meine Idee überhaupt funktioniert! Im besten Fall soll der User von all der Technik gar nichts mitbekommen. Ich hoffe dass sich Firefox‘ Account Manager oder XAuth schnell weiter entwickeln und ich eine dieser Techniken für NoisePress missbrauchen könnte.

Ich würde mich übrigens sehr über ein bisschen Feedback freuen!

Problem:

Problem: Cross-posting and duplicates
Quelle: Lifestream.fm

Lösung: Atom Cross-posting Extensions von Martin Atkins

<entry>
  <title>Using Microformats: Gateway to the Semantic Web | Professional Communication Society</title>
  <link rel="alternate" href="http://pfefferle.yiid.com/activity/11891"></link>
  <updated>2009-10-06T13:10:11Z</updated>
  <author>
    <name>Matthias Pfefferle</name>
  </author>
  <id>tag:www.yiid.com,2009-10-06:/activity/11891</id>
  <summary type="text">...</summary>
  <content type="html"><![CDATA[...]]></content>
  
  <crosspost:source>
    <id>http://delicious.com/url/29ff30b281955db394f2c399c028c480#pfefferle</id>
    <link rel="alternate" href="http://delicious.com/url/29ff30b281955db394f2c399c028c480#pfefferle" type="text/html" />
  </crosspost:source>
  
</entry>

Wenn ihr so kommentierfaul seid, dann bin ich mal schreibfaul 😉

transformr.png

Martin McEvoy von WebOrganics hat gerade den Microformats Transformr angekündigt. Die Daseinsberechtigung des Transformr neben Optimus, dem Chef-Transformer (ich hoffe die Transformers sind euch ein Begriff 🙂 ), ist die umfassende hAudio-Unterstützung, was wohl daran liegt dass Martin McEvoy aktiv an diesem Standard mitarbeitet.

hAudio Features:

  • hAudio to RSS
  • hAudio to RSS2
  • hAudio to XSPF

XSPF („spiff“) steht für XML Shareable Playlist Format und ist ein offener XML-Standard für Playlisten.

Ein weiteres interessantes Feature ist hFoaF welches hCards und XFN in FoaF wandelt.

APML LogoLetzte Woche ist auf Robert Basics Artikel zu APML eine interessante Diskussion zu dem Sinn und Zweck von APML entstanden. Einer der größten Kritikpunkte an dem Attentiondata-Format ist das fehlende „normierte Vokabular“ und die daraus entstehenden Probleme beim verarbeiten.

Ich kann diese Kritikpunkte zwar nachvollziehen, bin aber dennoch der Meinung dass es auch für die aktuelle Form des Attention-XMLs einige Anwendungs-Szenarien gibt, die ich hier beschreiben möchte…

Die Informationsflut im Internet wird immer größer und schneller, wie Herr Scoble in seinem Artikel „The noise reduction system“ sehr treffend bemerkt:

Oh, the glorious noise! Everyone loves beating me up for causing the noise. No, I am not the cause. I pass it along. You should see my inbound streams. Every second or two a new Twitter is aimed at me. Every few seconds, a new blog post comes into Google Reader. Every few seconds, a new thing on FriendFeed.

Der Artikel ist auf alle Fälle lesenswert und beschreibt auch einige Lösungsansätze, auf die ich aber nicht weiter eingehen möchte. Was ich viel interessante finde ist, dass APML genau der richtige Filter für dieses Signal-Noise-Ratio – Problem ist.

APML als News-Filter

Einer der Themen in Scobles Beitrag ist die enorme Flut von Informationen/News die täglich in seinem News-Reader auflaufen. Um diesem Problem Herr zu werden bräuchte man einen Filter, der selbstständig entscheidet was für ihn relevant ist und was nicht.

Ein APML-File bietet alles was für einen einfachen Filter notwendig ist:

  • Eine Gewichtung meiner Interessen
  • Eine einfache Struktur
  • URLs/Feeds die ich bevorzuge

Mit diesen Informationen sollte es doch recht einfach möglich sein, die Neuigkeiten die in (z.B.) meinem Feed-Reader auflaufen zu bewerten und mir einen (ausgewählten) News-Stream zu präsentieren. So zusagen ein Spam-Filter für News (und einem Spam-Filter sind wir ja auch nicht böse wenn mal eine Mail durchrutscht, weil er uns doch ne ganze menge Arbeit erspart).

Da es sich bei diesem Filter nur um ein optionales Feature handelt, bleibt es dem Nutzer selbst überlassen welcher Art des Informations-Konsums er frönen will.

NewsGator, einer der führenden Feed-Reader Anbieter, hat auch schon einige Schritte in diese Richtung angekündigt und bietet bei einigen seiner Produkte auch schon ein paar APML-Funktionalitäten an.

APML als Kommunikations-Filter

Der andere angesprochene Punkt ist die Kommunikation verursacht durch Microblogging-Dienste wie Twitter, Jaiku oder FriendFeed. Will man diese aktiv verfolgen ist es nahezu unmöglich nebenher noch einer normalen Tätigkeit nach zu gehen.

Um noch einmal Herrn Scoble zu zitieren:

The problem? Twitter and FriendFeed have brought new noise into our lives (at least for the early adopter types) and there aren’t good ways to reduce the noise.

But FriendFeed shows us a way out. How about seeing only posts that have at least two “likes?” Isn’t that a way to reduce the noise? Yes! […]

Auch hier würde ein Filter in Form meiner Attention-Daten den Kommunikations-Stream enorm reduzieren. Wenn Auszeichnungen wie #hashtags weiter Verbreitung finden sollte es nicht schwer sein, diese mit meinen Attention-Tags zu vergleichen und zu bewerten. Selbst ohne #hashtags ist es immer noch möglich, den Inhalt (sind ja nur 140 Zeichen) mit den Interessen abgleichen.

facebook-einstellungen.jpg

Im nächsten Schritt könnte man den User (ähnlich wie bei Facebook) entscheiden lassen, welches Ranking die Inhalte mindestens haben müssen um angezeigt zu werden.

Ich denke gerade bei diesen zwei Anwendungsbeispiele ist die einfache XML-Struktur eher ein Vorteil als ein Nachteil. Das Ranking sollte schnell und unkompliziert funktionieren und es sollte auch kein Problem sein, wenn eine Information durch diesen Filter rutschen sollte.

Via Marcel Weiss‘ Artikel „Der biblische Signal-Noise-Kampf“

NewsGator Online, die online Version von den klassischen Feed-Readern FeedDemon und NetNewsWire, unterstützt jetzt auch APML.

NewsGator Online.jpg

Der APML-Feed beinhaltet alle RSS-Feeds mit einer Wertigkeit, wahrscheinlich nach dem selben Prinzip errechnet wie der Feed Report bei NetNewsWire oder FeedDemon.

Feed Report_ Attention.jpg

Der Online-APML-Feed ist also, wie auch der APML export bei FeedDemon nichts weiteres als ein OPML-Feed mit Attention Profile.

Leider ist NewsGator Online nur APML-Provider und bietet mir keine Möglichkeit, z.B. neue Feeds anhand meines Attention Profiling zu finden.

(via)

APML als Filter für meinen Feed-Reader

Ich höre immer häufiger von Leuten, die ihren RSS-Reader ausmisten, da einfach viel zu viele Informationen auflaufen, die in keiner annehmbaren Zeit „abgearbeitet“ werden können. Natürlich hat man mittlerweile einen Mechanismus entwickelt, mit dem man recht schnell zwischen wichtigen von unwichtigen Artikeln unterscheiden kann, aber warum sollte man diesen Vorgang nicht automatisieren?

Warum nicht einfach eines meiner Attention Profiles (z.B. der APML-Feed meines Weblogs) dazu verwenden, die Inhalte meiner abonnierten Feeds zu bewerten und dementsprechend zu filtern/sortieren. Das würde mir ne Menge Zeit ersparen und ich müsste auf keinen meiner Feeds verzichten.

…aber sicherlich arbeiten Google und NewsGator schon an genau diesem APML Filter für GoogleReader bzw. NewsGator Online 🙂

dataportability

Standardized Data Portability is the next great frontier for the web. As users, our identity, photos, videos and other forms of personal data should be discoverable by, and shared between our chosen tools or vendors. We need a DHCP for Identity. A distributed File System for data. This page will list the standards and contributors who are making it happen.

Mal gespannt was aus dataportability.org wird, hört sich auf alle Fälle schon mal sehr spannend an. Vielleicht findet ja endlich jemand die Musterlösung für Social Network Portability.
Wer interessiert ist, kann schon mal den Feed abonnieren.