More „Open“ Social

Die Open Social Foundation plant die zweite Version des Social-Widget-APIs und will sich diesmal noch mehr an bestehenden Standards orientieren:

Areas of exploration include but are not limited to:
– Aligning with Activity Streams, OStatus, SWAT0, and OEmbed
– Deprecating or wholesale removal of little used features.
– Removing ambiguity and tightening up the spec.

» Call For Participation – Opensocial V2 Specification

Deutschland entdeckt OExchange

StudiVZ und XING ver-oexchangen ihre Share-Buttons (und unterstützen damit übrigens auch /.well-known/ und host-meta):

» VZnet supports OExchange and OpenGraph Specification
» Zeigen Sie es Ihrem Netzwerk! Der XING-Share-Button

Portable Gravatar Contacts

Seit einiger Zeit lassen sich über Gravatar auch Profilinformationen (im Portable Contacts Format) abrufen:

We use Portable Contacts to format our profile data whereever possible, so see the PoCo spec for more details on the structure of the response.

» XML Profile Data
» JSON Profile Data

open-web-podcast.png

So, Folge 3 ist fertig! Diesmal leider nur mit Christian und mir da Sebastian bei Radio Fritz ein bisschen Werbung für unseren Podcast gemacht hat 🙂

Die aktuelle Folge behandelt das Thema OAuth von eher allgemeinen Dingen (Anwendungsgebiete, Beispiel-Applikationen, Abgrenzung zu OpenID) bis zur detaillierten Funktionsweise des offenen Standards.

Ich freue mich wie immer über Kommentare und Anregungen 🙂

Die Links zur Sendung findet ihr hier!

Den Podcast bekommen:

Spätestens jetzt sollte ja wirklich jeder Internet-Bewohner seine eigene OpenID haben… ob er weiß ist eine andere Geschichte 🙂

…und das sollte doch wiederum Grund genug sein seine Seite sofort OpenID tauglich zu machen, nachher wissen die armen Menschen gar nicht wohin mit ihrer OpenID…

Spaß beiseite… natürlich besteht generell nicht das Problem an fehlenden OpenID-Providern, aber die Ankündigungen von Microsoft und Google sollten bisherigen Zweifeln dennoch signalisieren, dass OpenID der aktuelle de facto Standard für Single Sign-On im Web sein dürfte.

Mehr zu dem Thema:

Dass sich das Portable Contacts Schema trotz der Aussage:

Third, we’re reusing existing standards wherever possible, including vCard, OpenSocial, XRDS-Simple, OAuth, etc.

von dem des v/hCard Schema unterscheidet, habe ich ja schon vor einigen Wochen erläutert:

Schade dass die vCard nicht zu 100% übernommen wurde… sonst hätte man ohne größere Änderungen auch die JSON-Serialisierte hCard (jCard) in den Prozess integrieren können. Spannend wäre es vor allem für Services wie Twitter, die das Freundesnetzwerk sowieso mit hCards auszeichnen.

Aber das schöne an Standards ist, dass sie sich ohne großen Aufwand in andere transformieren lassen. Magdex (die Firma hinter UfXtract und OAuth.net) bietet eine Reihe dieser Transformatoren um z.B. hCards, hCards + XFN oder hResumes in das Portable Contacts – Format zu bringen.

…jetzt das ganze nur noch mit OAuth schützen und fertig ist die Portable Contacts API 🙂

(via)

Nach der Demo von Brian Ellin auf dem Portable Contacts Summit…

Brian Ellin of JanRain has successfully combined OpenID, XRDS-Simple, OAuth, and the Portable Contacts API to start showing how each of these building blocks should come together.

und der Ankündigung, Portable Contacts in myOpenID zu integrieren…

Portable Contacts is an emerging standard for transferring profile data and social connections across websites. Look for upcoming support of this new standard in myOpenID!

…habe ich endlich auch eine funktionierende Demo im Web gefunden. Notwendig für die Testanwendung sind ein myOpenID Profil und ein Plaxo-Account.

Zuerst muss man über den myOpenID Einstellungen Plaxo als seinen Portable Contacts – Provider angeben,

openid-porc.jpg

sich mit seiner OpenID an der Demoseite anmelden,

den Zugriff auf die eigenen Daten gewähren

Plaxo Pulse.jpg

und die Demo-Anwendung bekommt meine Kontakte übermittelt.

OpenID with Portable Contacts Demo.jpg

Im besten Fall laufen diese Schritte völlig automatisch ab und der Anwender hat nicht mehr zu tun als seine Einverständniserklärung per Knopfdruck zu geben. Ein schöner Anwendungsfall für dieses Beispiel wäre z.B. eine OpenID-Neuanmeldung bei einer Community mit anschließendem Import aller Kontakte.

Was ich an diesem Beispiel außerdem sehr schätze ist, dass JanRain die Portable Contacts API in seinen OpenID-Provider integriert hat ohne sie wirklich integriert zu haben… Der Fokus von myOpenID bleibt weiterhin auf OpenID und die Portable Contacts Anfragen werden lediglich über XRDS-Simple an z.B. Plaxo weiterdelegiert.

So zentral kann dezentral sein 🙂

Plaxo setzt voll auf den neuen (großen?) Building-Block Portable Contacts (Portable Contacts is now Plaxo’s primary API):

We’ve been early adopters and evangelists for several of these building blocks, including OpenID, OAuth, OpenSocial, and microformats. And recently we’ve also helped lead the charge to build another key piece of the „open stack“: a common API standard for accessing address book, profile, and friends-list data called „Portable Contacts“.

Die API-Section von Plaxo weist jetzt eine beachtliche Anzahl an offenen Standards auf:

We’ve revamped Plaxo’s developer section to focus primarily on the open building blocks we’re using. Starting now, developers should consider OAuth and Portable Contacts the primary way to access profile, address book, and pulse connections data from Plaxo.

Vorbildlich!

Eine weitere Ankündigung (via Newsletter) kommt vom OpenID-Provider myOpenID, der (in Person von Brian Ellin von JanRain) ja schon auf dem PortableContacts Hackathon eine umfassende Demo zum besten geben konnte.

Portable Contacts is an emerging standard for transferring profile data and social connections across websites. Look for upcoming support of this new standard in myOpenID!

Dieses Feature würde mich dann doch davon abhalten mein eigener OpenID-Provider zu sein 🙂

David Recordon stellt auf O’Reilly – Radar zwei der spannendsten Ergebnisse des gestrigen PortableContacts Hackathon (bei Six Apart) vor:

Joseph Smarr and Kevin Marks of Google hacked together a web transformer that integrates Microformats, vCard, and the Portable Contacts API. Given Kevin’s homepage which is full of Microformats, they’ve built an API that extracts his profile information from hCard, uses a public API from Technorati to transform it to vCard, and then exposes it as a Portable Contacts API endpoint. Not only does this work on Kevin’s own page, but his Twitter profile as well which contains basic profile information such as name, homepage, and a short bio.

Ein schönes Beispiel was man mit semantisch ausgezeichneten Informationen machen kann und dass Microformats eben auch (ohne viel Aufwand und mit ein bisschen Transformation) in höherwertige APIs integriert werden können… also keine hCard wurde umsonst geschrieben 🙂

Brian Ellin of JanRain has successfully combined OpenID, XRDS-Simple, OAuth, and the Portable Contacts API to start showing how each of these building blocks should come together. Upon visiting his demo site he logs in using his OpenID. From there, the site discovers that Plaxo hosts his address book and requests access to it via OAuth. Finishing the flow, his demo site uses the Portable Contacts API to access information about his contacts directly from Plaxo. End to end, login with an OpenID and finish by giving the site access to your address book without having to fork over your password.

Dazu brauche ich nicht mehr sagen, als: Implementieren! Sofort und überall 😉

Anlässlich des gestrigen PortableContacts Hackathon bei Six Apart (Impressionen) und dem heutigen PortableContacts-Summit bei myspace beschäftigt sich die aktuelle SocialWeb.TV – Folge fast ausschließlich mit dem neuen „Building-Block“.

Zwar ist die Kritik von Stephen Paul Weber (der DiSo Code-Maschine):

Portable Contacts is an open spec – but it’s a bit of a stretch to call something a few days old and unimplemented as yet a „standard“.

nicht ganz abwegig aber Joseph Smarr (Plaxo), der Initiator von Portable Contacts, überzeugt mit einigen Argumenten warum sich das bald ändern könnte. Portable Contacts baut ausschließlich auf offenen Standards (OAuth, XRDS-Simple, JSON) auf und nutzt die gleiche Vorgehensweise wie die OpenSocial RESTful-API. Diese Eigenschaften machen neue Code-Libraries fast überflüssig (da PC eigentlich nur bestehende Standards sinnvoll verbindet) und gestalten die Implementierung, bei schon implementierter OS RESTful-API, relativ einfach.

Glaubt man der Aussage von Joseph im Video, soll der neue Standard noch bis Ende des Jahres nutzbar gemacht werden. Bei den möglichen Implemtoren hält er sich zwar bedeckt, aber wenn auch „nur“ die beiden oben genannten Veranstalter (Six Apart und myspace) und Plaxo diese Schnittstelle umsetzen kann man (trotz Stephens Kritik) wirklich schon fast von einem Open Standard sprechen.

Bin gespannt auf die Ergebnisse des heutigen Summits…