a weblog about the open, portable, interoperable, social, synaptic, semantic, structured, distributed, decentralized, independent, microformatted and federated social web
Pownce wird von Six Apart übernommen und dann eingestellt, Amplify und Cliqset müssen schließen, weil sie niemand übernimmt und ihnen das Geld ausgeht, und Magnolia verliert nach einem Server-Crash den Großteil aller Bookmarks. Wie sicher sind eigentlich unsere Daten, und was können wir tun, um mehr Kontrolle über sie zu erhalten?
Die Idee von dezentralen Netzwerken und Community übergreifender Kommunikation hält sich hartnäckig. Kaum hat die Netzgemeinde Diaspora für „gescheitert“ erklärt, drängt das nächste Projekt an die Stelle des „Facebook Killers“. DiSo, OStatus, Diaspora, Federated Social Web, Synaptic Web und jetzt Tent.io. So viele Versuche und kein Erfolg?
Open Web Technologien können sich bald nur noch die Googles, Microsofts, Yahoos und Facebooks des Internets leisten! OpenID Connect mutiert von einem simplen Konzept zu einer 8 Dokumente schweren Spezifikation, RDFa ist so kompliziert, dass es einer “light” Version bedarf und Eran Hammer legt sein Amt als Editor von OAuth 2.0 nieder, da ihm der Standard zu „Enterprise“-lastig wird.
Seit Webseitenbetreiber das Potenzial von sozialen Netzwerken erkannt haben, nimmt die Anzahl der share, like, bookmark und +1 Buttons stetig zu und entwickelt sich zu einer regelrechten Plage. Jeder Besucher soll die Möglichkeit bekommen, seine Entdeckung schnellstmöglich mit seinen Freunden zu teilen – egal auf welcher Plattform. Um diesem Problem Herr zu werden, arbeitet Google seit ein paar Wochen an einem Framework namens Web Intents.
Das OpenWeb hat keine Zukunft! Die proprietären Systeme von Twitter und Facebook haben sich durchgesetzt und die goldenen Zeiten von RSS sind vorbei. So sieht es zumindest Robert Scoble. Der kampf für ein OpenWeb und DataPortability von 2008 scheint verloren und viele der Revoltierenden arbeiten heute sogar für das damalige Feindbild Facebook.
Seit Jahren spricht niemand mehr von Data Portability, und auch der Hype um OpenID flacht aus vielerlei guten Gründen immer weiter ab. Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen, die Themen „Online Identity“ und „Single Sign-On“ neu anzugehen und aus den Fehlern der letzten Jahre zu lernen. Ein Ausblick.
Das Interesse an DataPortability, dezentralen Netzwerken, Websemantiken, OpenID und dem Open Stack scheint immer mehr zu schwinden. Ich hab es ja lange auf das Sommerloch geschoben, aber spätestens jetzt ist klar, dass es wohl einen anderen Grund hat.
Knapp 2 Milliarden Webseiten sind mit einer hCard ausgezeichnet und RDFa verzeichnete zwischenzeitlich ein Wachstum von 510% , trotzdem haben sich Google, Yahoo! und Microsoft dazu entschlossen ein neues Format zu entwickeln.
Im März feierten die Microformats ihren achten Geburtstag. In diesen acht Jahren haben sich mehr als zwei Milliarden hCards im Yahoo! Index angesammelt und die Mikroformate dominieren mit 94 % Googles rich snippets (im Verhältnis zu RDFa und Microdata) Dennoch sind Microformats Übergangslösungen und es wird Zeit für einen richtigen Standard!
Negative Nachrichten dominierten in den vergangenen Wochen das Geschehen im OpenWeb: RSS ist tot und die Zukunft von delicious ist ungewiss. Ganz abgesehen von der Diskussion um die Zukunft von OpenID.
Die OpenID Foundation hat bisher großartige Arbeit geleistet: OpenID hat die Single Sign On-Idee massentauglich gemacht, die DataPortability-Bewegung maßgeblich geprägt und Facebook und Twitter in ihren Connect-Systemen inspiriert. Aber langsam kommt der Standard in die Jahre. User wollen sich nicht mehr einfach nur einloggen, sie wollen Freunde finden, Aktivitäten teilen und Vorschläge für interessante Inhalte erhalten.