Als ich in RDFa Basics meinte es sei nicht möglich RDFa in XHTML 1 zu verwenden, war das nicht die volle Wahrheit. Um das eigene Format so schnell wie möglich zu verbreiten hat der W3C einen Doctype für den Übergang veröffentlicht:
<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML+RDFa 1.0//EN" "http://www.w3.org/MarkUp/DTD/xhtml-rdfa-1.dtd">
Außerdem wurde der W3C Markup Validation Service so angepasst, dass er XHTML/RDFa auch erkennt und entsprechend validiert.
oder
Also viel Spaß beim ausprobieren…
Quelle: RDFa.info




So richtig verstehe ich den Schritt aber nicht. Wieso entwickelt man nicht einfach einen eigenen XML-Dialekt und nutzt diesen in XHTML-Dokumenten “normal” über Namespaces? Wieso muss dafür extra eine neue Version von XHTML geschaffen werden?
Ok, hab mir eben das Video angeguckt. Die gewählte Lösung scheint etwas flexibler zu sein, als meine offensichtliche/naive Idee.
Finde es trotzdem ungewöhnlich mutig von W3C — aber das kann ja auch gut sein.
Naja, ganz so ist es ja nicht, XHTML 2.0 wird ja nicht nur für RDFa entwickelt und die Zwischenlösung für XHTML 1 betrifft ja nur eine Erweiterung um ein paar Attribute wie z.B.
aboutoderproperty…Ich denke der W3C will mit dieser Zwischenlösung das RDFa Format so schnell wie möglich zum Einsatz bringen da es bis XHTML 2.0 ja noch ne Weile dauern könnte.
XHTML 2.0 meint ich auch gar nicht.
Mutig finde ich die schnelle Einführung eines neuen Doctypes für XHTML 1. Ich weiß nicht, wie der aktuellen Stand ist, aber so lange die Browser den nicht kennen, ist ein damit deklariertes Dokument für die erstmal ein unbekanntes Etwas — das sie, im schlimmsten Fall, nicht mal als Website rendern müssen (oder sogar dürfen?). Da machen Microformats deutlich weniger Probleme. Von denen bekommt ein normaler Browser ja überhaupt nichts mit.
Alles nur theoretischer Natur, ich weiß, aber dennoch ungewöhnlich.
Da hast du recht. Und die Zukunft von RDFa ist auch noch nicht wirklich sicher, da es (meines Wissens) noch nicht fest steht ob X/HTML 5.0 (welches parallel zu XHTML 2.0 entwickelt wird) RDFa unterstützen wird.
Am Besten wird wohl sein, man bleibt wirklich erstmal bei den wesentlich simpleren und (X)HTML-validen Microformts