Ich war nie ein großer Fan der Twitter Cards, was aber nicht wirklich schlimm ist, da Twitter das Open Graph Protocol als vollwertiges Fallback unterstützt… unterstützt hat…

Seit ein paar Wochen scheint den feinen Herren das Open Graph Protocol aber nicht mehr auszureichen und meinen Links fehlt der schöne, kleine Teaser :(

Zum Glück reicht aber ein Meta-Tag um das ganze wieder zum laufen zu bekommen. Twitter unterstützt verschiedene Arten von Previews, welche über <meta name="twitter:card" content="summary" /> festgelegt werden. Neben summary (für Texte) gibt es auch noch photo für Bilder und player für Audio/Video (die komplette Liste findet ihr hier). Ich würde euch außerdem noch den twitter:creator empfehlen, mit dem ihr auf den Twitter-Account des Autors hinweisen könnt. Für meinen Blog sieht das wie folgt aus:

<meta name="twitter:creator" content="@pfefferle" />
<meta name="twitter:card" content="summary" />

Wenn ihr sicher gehen wollt ob ihr alles richtig gemacht habt, könnt ihr eure Seite mit dem Twitter Card Validator testen.

Den WordPresslern unter euch kann ich außerdem folgende Plugins empfehlen:

  • Open Graph – Keine Settings, kein Know-How, alles vollkommen Idiotensicher.
  • twitter:creator – Setzt zusätzlich die angesprochenen twitter:creator und twitter:card.

…also viel Spaß beim Twitter Cards Boykott ;) .

Seit heute ist SemPress ein offizielles WordPress.com Theme :)

SemPress auf WordPress.com

Eigentlich wollte ich ja nur ein wenig “rumprobieren” und das Toolbox-Theme an die neuen WordPress Funktionalitäten anpassen aber mittlerweile haben schon knapp 8000 Leute SemPress heruntergeladen, ich habe Übersetzungen für Russisch und Deutsch bekommen und mein Theme ist auf WordPress.com… GROSSARTIG :)

Also:

Meet SemPress, an extremely lightweight, responsive theme designed to show off your posts, quotes, and images. SemPress supports multiple post formats, widgets, and the option to upload a custom header image.

So kann es weiter gehen :)

Viel Spaß beim ausprobieren und falls ihr Verbesserungsvorschläge habt… immer her damit!

In particular, we think login should be personal and minimal first, social later [and] Users, not Sites, should choose their Identity Provider
Users don’t like social login

Soziale Netzwerke spiegeln meistens einen Lebensabschnitt und spielen nur eine begrenzte Zeit eine wichtige Rolle. Man wird älter, Interessen ändern sich, man wechselt das Netzwerk. Stellt euch vor ihr wärt bis an euer Lebensende an MySpace gebunden, nur weil ihr euch überall mit dem in die Jahre gekommen Netzwerk angemeldet habt.

Feed Icon…ich hab’s ja bisher immer verbummelt oder verpasst:

Aber jetzt, wo Google seinen Reader dicht macht, kann ich’s endlich auch mal schreiben: RSS ist tot!

Pfefferles Open Web

Übrigens… Mein Artikel im aktuellen SCREENGUIDE Magazin war ausschlaggebend für den Blog-Post zu Dezentrale “Walled Gardens”, geht aber noch mehr ins Detail:

[...] Spezifikationen haben wir mittlerweile genug! Es ist an der Zeit, die sozialen Netzwerke von der Idee eines dezentralen Webs zu überzeugen, und mit sozialen Netzwerken meine ich Facebook, Google+ oder StudiVZ. Netzwerke mit einer bestehenden Userbase und keine, die künstlich geschaffen wurden, um zu beweisen, dass „dezentrale“ Kommunikation funktioniert. [...]

…also ab zum Kiosk und kaufen!

We love icon fonts

Tim Pietrusky hat so ne Art “Google Web Fonts” für Icon-Fonts gebastelt, was alleine natürlich schon einen Blog-Post wert wäre… er hat aber außerdem noch die OpenWeb-Icons eingebaut, was definitiv einen Blog-Post wert ist ;)

Dank Tims “We Love Icon Fonts” lassen sich die Fonts mit folgenden paar Zeilen CSS-Code einbauen:

@import url(http://weloveiconfonts.com/api/?family=openwebicons);

/* openwebicons */
[class*="openwebicons-"]:before {
  font-family: 'OpenWeb Icons', sans-serif;
}

Das Projekt ist übrigens Open Source und Tim würde sich sicherlich über jede Hilfe freuen!

Diaspora Logo

Diaspora* wurde kaum für “tot” erklärt und schon steht das nächste Projekt in den Startlöchern! Tent.io soll ein protocol for distributed social networking and personal data storage werden. Alles neu, alles anders, alles besser als OStatus, DiSo oder Diaspora*. Aber mal ganz ehrlich… was haben die Diasporas & Co. bisher geschaffen? Ziel war es Facebooks “Walled Gardens” aufzubrechen und was kam wirklich dabei rum? Eine ganze Reihe an dezentralen “Walled Gardens”. Na danke!

Seit Chris Messinas DiSO-Projekt schwärme ich ein wenig für das Thema “Dezentrale Netze” und wie man die Idee am besten technisch umsetzen könnte. Trotz der “Schwärmerei” ist mir aber durchaus bewusst dass das Thema noch nicht wirklich populär ist und kein wirkliches User-Bedürfnis deckt. Das hängt aber unter anderem damit zusammen, dass bisherige Bemühungen (und Diaspora ist ein Vorzeigebeispiel hierfür) rein technischer Natur sind! Aber:

  • “Open” und “Dezentral” sind keine Argumente um sich bei einer neuen Plattform anzumelden (zumindest nicht für die breite Masse).
  • Es ist idiotisch wenn jede Community ihr eigenes “Dezentralisierungsprotokoll” entwickelt… das führt nämlich dazu, dass Diaspora und StatusNET zwar beide dezentral sind, aber nur die eigenen Netzwerke unterstützen.
  • Jedes neue Protokoll (mal abgesehen von OStatus) erfindet das Rad neu anstatt auf bisherigen Formaten aufzubauen. Warum muss alles JSON sein? RSS und Atom kann jedes Blog und mit ein bisschen “Zauberei” reicht das vielleicht schon aus.
  • “Open Source” und die Möglichkeiten das Projekt selber zu hosten überzeugt nur Geeks!

Wenn die großen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Google+ sich nicht auf ein einheitliches Protokoll einigen, wird es wohl nichts mit der “dezentralen” Idee! Ich möchte mich in Zukunft für eine Community entscheiden die meinen Interessen und Wertvorstellungen entspricht und nicht von der Mehrheit meiner Freunde abhängig sein. Wenn alle meine Freunde aber bei Facebook sind, bleib ich auch auf einem offenen und dezentralen Diaspora alleine!

Wir brauchen eine Art XMPP oder POP3/SMTP für soziale Interaktionen, unabhängig von einer spezifischen Plattform und trotzdem von allen unterstützt! Und dann haben auch kleine und unabhängige Projekte wie Diaspora und StatusNET wieder eine echte Chance! Die Zeit die bisher in Spezifikationen aller Art fließt sollte dazu genutzt werden, zuerst einmal Facebook und Google von dem Problem zu überzeugen und sie mit ins Boot zu holen.

…das ist übrigens das Thema meiner Kolumne im nächsten Screengui-Magazin. Also kaufen!